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Evangelische Kirchengemeinde Lassan

Kinderschiff 4. Dezember 2017

Zum heutigen Kinderschiff sind wir mit 13 Kindern wieder gut besucht. Wir singen das Lichterlied im Pfarrhaus und eine aufregende Stimmung liegt in der Luft. Wir wollen heute zu Kerstin Hirthe gehen, sie will uns Märchen vorlesen.

 

 

Am Wochenende waren einige von uns zum Adventsmarkt in der Kirche. Kindergarten und Schule haben ein Programm aufgeführt. Der Advent mit all seinen Überraschungen hat begonnen, die erste Kerze brennt.


Wir ziehen uns an und gehen singend mit "Oh, Tannebaum" durch die Lassaner Wendenstraße. Wir öffnen am Ziel unser lebendiges Adventskalendertürchen...


Bei Frau Hirthe treten wir im Schleusenverfahren ein, immer drei Kinder dürfen in den Flur, sich ausziehen. Als die letzten reinkommen ist das Wohnzimmer voll!

Ein schönes Bild - auf dem Fußboden auf Sitzkissen, auf dem Sofa, auf Stühlen überall Kindern nebst sieben Erwachsenen.

Frau Hirthe beginnt mit einem kleinen Märchen vom "schlauen Hirtenbüblein". Dieser muss drei Fragen beantworten... Wie viele Wassertropfen hat z.B. das Meer? Oder wie viele Sterne gibt es? Mit Schläue und Vergleichen beantwortet es geschickt alle Fragen und wird damit zu einem treuen Begleiter.

Danach gibt es Kakao, Tee, Kaffee, Obst in Schokolade, Kuchen, alles was das Herz begehrt. Das fördert unsere Energie. Es hilft alles nichts, wir müssen "Oh Tannebaum" schmettern. Nun sind wir gestärkt, besungen und können der nächsten Geschichte lauschen... Rapunzel.

Welche Pflanze heißt Rapunzel? Eine Blume? - Ein Salat, weiß Frau Dützmann.
Und so beginnt die Geschichte von einem Paar, die sich sehnlichst ein Kind wünschten. Ihr Wunsch sollte sich erfüllen. Jedoch wollte die Frau gern von den Rapunzeln der Zauberin aus dem Nachbargarten essen. So lässt sich die Zauberin das ungeborene Kind versprechen und sperrt sie nach ihrer Geburt, um sie vor der Welt zu verstecken, in einen Turm ohne Tür und Treppe. Wisst ihr noch welche Haare Rapunzel hatte? Kurze? Lange? Dreadlocks? Gaaanz lange geflochtene natürlich und was rief die Hexe als sie zum Turm kam? Die Kinder antworten: "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herab..." Eines Tages kam ein Prinz und hörte den lieblichen Gesang. Wir hören just in diesem Augenblick auch etwas: ein leises Pfeifen aus der Thermoskanne.

Doch die Zauberin entdeckt den immer öfter kommenden Besuch und trennt die beiden. Dabei verliert der Prinz sein Augenlicht. Sie suchen einander und wieder ertönt Rapunzels Gesang, ebenso der Thermoskannen Pfeifton. Wir sind stark beeindruckt von der Choreographie. Rapunzels Tränen benetzen die Augen des Prinzen und er kann wieder sehen. Sie heiraten und werden glücklich. Die Kinder rufen: "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute."
Zwischendurch dürfen wir die Bilder des Jugendstil Märchenbuches anschauen.
Zum Abschluss hat Frau Hirthe noch Karten zum Märchen ausdenken. Wir erzählen die Geschichte von einem traurigen König, der auf der Suche nach einer Weggefährtin ist, auf einem Esel an einem alten Haus vorbei reitet. Er kommt an einem Stein und einem Zaubertrank vorbei, beachtet sie aber nicht weiter. Letztendlich landet er an einem Schloss. Doch da kommt ein fremder Ritter auf ihn zu und sie kämpfen. Als der König fast verloren hat springt dem fremden Ritter eine Katze auf den Kopf ... Er kommt zu seiner Liebsten, schaut sich im Schloss um, schläft vor lauter Müdigkeit auf einem Bett ein und träumt von einer Insel im Meer.

Die Kinder, aber auch die Erwachsenen, merken, es ist gar nicht so einfach eine zusammenhängende Geschichte mit Hilfe von Karten zu erzählen, die auch noch spannend ist.

Wir danken Kerstin Hirthe sehr für die Gastfreundschaft. Als Abschiedsgeschenk hat sie noch einen Bratapfel für jedes Kind.

Doch bevor wir gehen singen wir in einem großen Kreis, inzwischen sind schon die ersten Eltern da, unser Segenslied. Es erfüllt den Raum. Wir danken und sortieren Jacken, Schuhe, Mützen auf möglichst passende Kinder. Im bekannten Schleusenverfahren geht es wieder auf die Straße, auf der uns schon der Rest der Eltern entgegen kommt. Singend gehen wir zurück.

Es hat etwas so im Dunkeln, erst beim näher kommen werden wir von Passanten angelächelt. Ein ungewohntes Bild, das Kinderschiff unterwegs... im Dunkeln. Und doch von innen hell. Ein schöner Advent.


Einen herzlichen Dank an Kerstin Hirthe!